DRENTS MUSEUM

Internationaler Wettbewerb, Finalisten
mit Holzer Kobler Architekturen

Auftraggeber: Provinz Drente
Standort: Assen, Niederlande
Zeitraum: 2007

Die Provinz Drente hat in einem offenen Verfahren fünf Architektur-Teams an einen internationalen Wettbewerb zur Erweiterung des Drente Museums in Assen eingeladen. Die Aufgabe bestand primär in der Reorganisation des historischen Ensembles und in der Ergänzung von flexiblen Räumen für Wechselausstellungen. Ungeachtet von der Empfehlung, die Erweiterung auf einer Nachbarparzelle neben dem Museum zu positionieren, schlug das Team geführt von HKA und Nau2 (ehemals DGJ) eine unterirdische Erweiterung unter dem Brink vor – der wichtigste öffentliche Raum der Stadt Assen, situiert vor dem Museum. Der Komplex aus historischen Gebäuden, in welchem sich das Drente Museum befindet ist nicht nur Teil der denkmalgeschützten Innenstadt, sondern ist auch die Hauptfassade des Brinks. Unter dem Brink entsteht eine schöne und Aufsehen erregende Architektur mit erfrischenden Kontrasten zwischen Alt und Neu, Künstlichkeit und Natur und dem Erlebnis von Ober- und Unterwelt.

Der Projektvorschlag ermöglicht den Haupteingang des Museums auf dem Brink zu behalten und die heterogene historische Struktur zu reorganisieren. Eine neue Eingangshalle mitten im bestehenden Komplex lässt eine urbane Atmosphäre entstehen und verbindet durch ihre zentrale Position die verschiedenen Funktionen des Museums einschliesslich der Erweiterung unter dem Brink, auf kürzester Distanz. Alle alten Wände sind wieder in voller Höhe zu sehen. Zusammen mit dem angrenzenden Rijksarchief ist die Komposition des Komplexes aus dem 19ten Jahrhundert, basierend auf einem Klosterhof des 13ten Jahrhunderts, wieder gut zu sehen. Der Entwurf der neuen unterirdischen Wechselausstellung berücksichtigt durch seine radialen Formen die Position der hundertjährigen Bäume des Brinks und bietet gleichzeitig eine zeitgemässe Museumseinrichtung.

Dieser umstrittene Vorschlag ist von der Wettbewerbsjury nicht ausgezeichnet worden. Das Projekt erhielt jedoch mit 69% der Stimmen den innoffiziellen Publikumspreis in einer Ausstellung vor Ort.

Projektpartner:
– Holzer Kobler Architekturen, Zürich
– DGJ Landscapes, Den Haag & Zürich
– iart interactive, Basel
– abt, Arnhem
– SmitsRinsma, Zutphen


Visualisierungen: © Miss3, Brünn

Modellfotos: © Nau2